Zeitblick
Das Online-Magazin der HillAc - 3. Juni 2004 - Nr. 2


Am 21. Juni um 2:58 Uhr unserer Zeit beginnt für die nördlichen Breiten der Sommer. Die Sonne erreicht den Wendekreis des Krebses, um danach wieder in Richtung Süden zu wandern. Somit ist der 21. Juni für uns der längste Tag des Jahres. Dies hat zur Folge, dass die Nacht vom 21. auf den 22. Juni die kürzeste Nacht des Jahres ist.

Diese Nacht wird als Mittsommernacht bezeichnet und gewinnt, je nördlicher wir uns befinden, an Bedeutung, da die Sonne, ab einer bestimmten Breite, gar nicht mehr unterm Horizont verschwindet. Dieses Phänomen hat die Menschen schon immer beschäftigt und dazu bewegt, es zu erklären und zu feiern.

Dabei ist die Bezeichnung "Mittsommer" irreführend, da es sich nicht um die Mitte des Sommers handelt, denn der beginnt ja gerade erst. Es geht vielmehr um das Sonnenlicht, das an diesem Tag über die Dunkelheit, den Schatten, triumphiert, um danach wieder von der Dunkelheit, dem Schatten, überwältigt zu werden. Ein Kreislauf, dem wir unterworfen sind. Um diesen Sachverhalt ranken sich die Mythen.

Um die Qualität dieser Zeit zu verstehen, beobachtet einfach die Vorgänge in der Natur.

Lennard Wilko


Berliner Spaziergang

1. Teil

Vom Lehrter Bahnhof zum Bundeskanzleramt

Wir verlassen die S-Bahn am Lehrter Bahnhof und gehen über die Moltke Brücke direkt zum Bundeskanzleramt.